Allgemeines

 

Die Station K4 ist innerhalb des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck die Station mit dem Behandlungsschwerpunkt Krisenintervention.

Die Station K4 verfügt über 18 Betten. Sie ist fakultativ geschlossen geführt, um als Schutzraum dem in Einzelfällen vorhandenen Selbst- und/ oder Fremdgefährdungspotential Rechnung zu tragen. Die Ausgangsregelung wird individuell vereinbart.

 

Krisen können ausgelöst werden durch einschneidende Veränderungen im Lebensumfeld (häufig Verlusterlebnisse) oder durch traumatisierende (Gewalt-) Erfahrungen. Sie entstehen für einen Menschen dann, wenn er sich mit Lebensumständen konfrontiert erlebt, die ihn von der Art und dem Ausmaß her überfordern, sie mit ihm verfügbaren Bewältigungsfähigkeiten zu meistern.

Ein Aufenthalt auf der Kriseninterventionsstation ist dann angezeigt, wenn eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht, die Krise aufzufangen, d.h.

  • die psychischen Beeinträchtigungen zu ausgeprägt sind, um ambulant oder teilstationär behandelt zu werden,
  • akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht,
  • die Betroffenen aufgrund ihrer aktuellen Beschwerden zu einer eigenverantwortlichen Versorgung und Tagesgestaltung nicht in der Lage sind.

     

Das therapeutische Grundverständnis zur Krisenbewältigung beruht auf einer haltgebenden stützenden therapeutischen Beziehung unter Wahrung größtmöglicher Selbstverantwortung und Autonomie der Patienten.

Durch Abstand von den belastenden Lebensumständen können mit therapeutischer Hilfestellung der aktuelle Krisenanlass und dessen Hintergründe wahrgenommen und verstanden und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

Die therapeutische Arbeit erfolgt dabei im multiprofessionellen Team, bestehend aus Ärzten/innen, einer Psychologin, einer Sozialpädagogin, Krankenschwestern und -pflegern sowie einem Krankenhausseelsorger.

Aufgenommen werden:

  • Erwachsene Personen in oben beschriebenen Krisensituationen

     

Ausdrücklich nicht in Frage kommen Patienten mit schizophrenen, schizoaffektiven und affektiven Psychosen, Suchterkrankungen, Patienten mit hirnorganischen Störungen und Patienten mit Intelligenzminderung, die auf jeweils anderen Stationen der Klinik behandelt werden.

Ebenso können Patienten mit suizidalen Handlungen, die einer intensiven organmedizinischen Behandlung bedürfen, nicht unmittelbar, sondern erst nach ausreichender körperlicher Stabilisierung auf die Kriseninterventionsstation aufgenommen werden.

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Ansprechpartner:
Dr. med. Stefanie Mutz-Humrich
Oberärztin
Tel: 09722 - 21 0