Psychotherapiestation H1

 

Unsere Psychotherapiestation H 1 richtet sich an Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen, bei denen eine intensive psychotherapeutische Behandlung erforderlich ist und ambulante Therapie nicht mehr ausreicht. Das Therapieprogramm hat eine tiefenpsychologisch fundierte Ausrichtung, beinhaltet aber schulenübergreifend ebenso Elemente der Gestalttherapie, des Psychodramas, der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, der systemischen Familientherapie, der Verhaltenstherapie sowie körperorientierte Verfahren.

Psychotherapiestation H1Dabei wird die gesamte Station als Therapieraum gesehen, der PatientInnen die Möglichkeit gibt, im aktuellen Erleben und Verhalten auf der Station eigene Befindlichkeiten und Emotionen wahrzunehmen und zusammen mit den Therapeuten und Therapeutinnen zu reflektieren und ggf. zu verändern. Wenn prägende Beziehungsmuster oder traumatische Erlebnisse das aktuelle Erleben stark beeinflussen, werden die unbewussten Zusammenhänge erarbeitet. Geht es um die Korrektur eingefahrener Verhaltensmuster oder ist eine aufdeckenden Bearbeitung zu destabilisierend, werden übende und strukturierende Verfahren angeboten. 

Die lebenspraktischen Aspekte des Stationsalltags werden in die Therapien mit einbezogen. Berufliche, soziale und ggf. rehabilitative Maßnahmen werden geklärt und soweit wie nötig eingeleitet.  

Im Mittelpunkt des Therapieprogramms steht das Gruppensetting. Gruppentherapien sind in besonderer Weise geeignet, eigene Entwicklungsschritte und soziales Lernen zu fördern. Um dafür kleine Gruppengrößen zu ermöglichen, gibt es drei parallel laufende Gruppentherapieprogramme, denen die PatientInnen jeweils zugeordnet sind. Drei Gruppensitzungen pro Woche werden ergänzt durch Einzelgespräche, Paar- oder Familiengespräche, Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Entspannungs-verfahren, Selbstsicherheitstrainings und Ergotherapie.

 

Das Angebot der Psychotherapiestation H 1 ist geeignet:  

  • für Menschen in Krisen
  • als erster Schritt um eine ambulante Therapie überhaupt erst zu ermöglichen
  • als Zwischenschritt im Verlauf einer ambulanten Behandlung
  • als Milieuwechsel mit den entsprechenden therapeutischen Vorteilen   

Diagnostisch kommen insbesondere in Betracht: 

  • depressive Störungen
  • neurotisch-reaktive Störungen
  • somatoforme Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • (weitgehend) remittierte psychotische Störungen
  • Essstörungen
  • Angsterkrankungen  

Die Dauer der Therapie wird individuell abgestimmt, beträgt in der Regel zunächst 8 Wochen. Mit InteressentInnen, die von außerhalb oder von einer anderen Station unseres Hauses auf die Psychotherapiestation kommen möchten, führen wir ein Vorgespräch um deren Erwartungen und die Möglichkeiten der Station aufeinander abzustimmen. In der Regel sind dann kurzfristige Aufnahmen möglich. Für die Aufnahme ist lediglich eine ärztliche Krankenhauseinweisung nötig.

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Ansprechpartner:
Dr. Hans-Albrecht Schmid
Oberarzt

Kontakt im KPPPM Schloss Werneck
Tel: 09722 - 21 0
Fax: 09722 - 21 1465
hans-albrecht.schmid@kh-schloss-werneck.de

Kontakt im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt
Tel: 09721 720-3610
Fax: 09721 720-3611
haschmid@leopoldina.de